Liebe Leserinnen & Leser,

Corona hielt uns im vergangenen Jahr fest im Griff, viele andere wichtige Dinge haben wir so aus den Augen verloren. Spätestens mit Hiobsbotschaften oder Heilsversprechen drängen sie dann wieder mit Macht in unser Bewusstsein. Etwa das Thema Alzheimer/Demenz, bei dem kürzlich ein neues Medikament für Schlagzeilen sorgte.

Welche Belastungen dieses Krankheitsbild für Betroffene und Angehörige mit sich bringt, habe ich selbst bei meinen Eltern erlebt. Sie wollten den Tod meines Bruders durch „innere Emigration” vergessen. Worauf man bei Therapien und im Umgang mit Erkrankten achten muss und wo es Hilfe gibt, haben wir für Sie zusammengetragen. Und Vorbeugung ist möglich. Studien zeigen, wer seinen Kopf in vielfältiger Weise fit hält, hat schon gewonnen. Unsere kniffeligen Übungsaufgaben in der Heftbeilage helfen dabei.

Zu guter Letzt noch ein anderes Thema, das mich umtreibt. Der Umgang mit unseren Tieren. Ob Hühner, Schweine oder Rinder, die wir gerne als Nutztiere – welch beschämende Titulierung – bezeichnen, haben eine Seele, ein Gemüt, sind auf ihre Art schlau, bilden Freundschaften, kooperieren, trauern, helfen Artgenossen – und sie alle leiden unter erbärmlichsten Haltungsmethoden, die wir entwickelt haben. Wie wir mit Tieren umgehen, auch mit Hund, Katze & Co., zeigt viel über den Umgang mit uns selbst. Ändern wir das schleunigst für einen liebe- und respektvollen Umgang mit Tieren und uns selbst.

Viel Spaß beim Lesen,
IHR DIETRICH GRÖNEMEYER

Foto: Enno Kapitza

Editorial

Foto: Enno Kapitza

Grönemeyer

Aktuelle Themen im neuen Grönemeyer-Magazin:

  • Großer Medizin-Guide für Frauen
    Der weibliche Körper ist im Laufe des Lebens vielen Veränderungen und Gefahren ausgesetzt. Bei Beschwerden hat das große Auswirkungen auf die Wahl der Therapie. Dabei zeigt sich, dass Frauen von Heilpflanzen & Co. ganz besonders profitieren. Auch, weil sie Naturheilverfahren offener gegenüberstehen als Männer. Mit großer Übersicht der Top-Therapien bei typischen Beschwerden.
  • Haut außer Kontrolle
    Rund zwei Millionen Menschen leiden hierzulande unter einer Psoriasis. Ihre Haut stößt in rasendem Tempo Schuppen ab. Heftiger Juckreiz und entzündlich gerötete Hautareale machen den Betroffenen das Leben schwer. Die gute Nachricht: Neue Therapien können dem Spuk ein Ende setzen.
  • Herzschwäche früh erkennen!
    Wenn die körperliche Leistungsfähigkeit abnimmt, denken die wenigsten gleich an eine Herzschwäche. Dabei kann die frühe Diagnostik der Herzinsuffizienz die Lebensqualität entscheidend verbessern und einen plötzlichen Herztod verhindern helfen.
  • Gentest – Sinn oder Unsinn?
    Jeder kann heute in seinen Genen schnüffeln lassen. So klären sie u.a. die eigene Abstammung, welcher Partner zu einem passt und welche Gesundheitsrisiken bald das eigene Leben schwer machen können. Wirklich schlauer ist man nach den meisten Gentests jedoch nicht. Für die Anbieter sind die sensiblen Daten dagegen ein Glücksgriff.
  • Luftholen will gelernt sein
    Der Atem ist unser Lebenselixier – vom ersten reflexhaften Luftholen nach der Geburt bis zum letzten Atemzug. Achten wir mehr auf ihn und lenken ihn hin und wieder bewusst, kann das unsere Gesundheit nachhaltig verbessern.
  • Die Macht der Intuition
    Wer auf seine innere Stimme hört, kommt leichter durchs Leben und fällt bessere Entscheidungen. Auch in der Medizin hat die Intuition ihren Platz. Mit vielen Tipps wie sich das Bauchgefühl stärken lässt.
Grönemeyer

Dem Vergessen

auf der Spur

Mal ist es nur ein verlegter Schlüssel, mal ein vergessener Termin. Alles nicht schlimm, aber man sollte erste Anzeichen von Vergesslichkeit im Auge behalten….
Auch mich hat das merkwürdig veränderte Verhalten meines Vaters erst stutzig gemacht, als ich ihn immer öfter ratlos, irgendwie abwesend erlebte, mich wunderte, dass ihm ganz Selbstverständliches nicht mehr einfiel, er spürbar um Erinnerungen ringen musste, obwohl er sich kurz darauf wieder völlig normal verhielt. Zwar zitterten seine Hände schon länger zwischendurch. Auch ging er, der doch früher gern kräftig ausschritt, jetzt eher trippelnd. Doch schob ich das lange auf sein hohes Alter…
Bis heute gibt es keine Möglichkeit, das physisch angegriffene Gehirn zu reparieren. Allenfalls besteht die Chance einer medikamentösen Verzögerung der Zerfallsprozesse. Ansonsten kann lediglich liebevolle und nachsichtige Betreuung dazu beitragen, das Schicksal der geistig Verdämmernden zu lindern. Geht doch die Demenz nicht bloß mit dem Abbau des Denk- und Erinnerungsvermögens einher, sondern auch mit Persönlichkeitsveränderungen, die zu ungeduldigem bis aggressivem Verhalten führen…..

Die Chance, das Krankheitsgeschehen wenigstens zu verzögern, besteht gleichwohl. Wer geistig aktiv und auch sonst in Bewegung bleibt, sein soziales Netzwerk pflegt, trotz mancher Ausfälle mit Freunden, mit Kollegen, mit der Familie in Kontakt bleibt, sich zudem eher sparsam als üppig ernährt und ausreichend trinkt, kann durchaus Lebenszeit gewinnen, Jahre in guter Verfassung. Die Schulmedizin kann dazu medikamentös Hilfe leisten, etwa mit der Gruppe der sogenannten Antidementiva….

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